HANSESTADT SALZWEDEL

Über die Hansestadt Salzwedel


Einwohner: ca. 21.316 (Stand März 2008)
Fläche: ca. 106,66 km²
Status: Kreisstadt, Mittelzentrum
Regierungspräsidium: Magdeburg, Land: Sachsen-Anhalt
Partnerstädte: Felixstowe, San Vito Dei Normanni,
Wesel
Höhenlage: 22m über NN
Arbeitslose: 2.172

 


Die über 750jährige Kreisstadt ist inzwischen beliebtes Ziel des Altmarktourismus. Fachwerkarchitektur und norddeutsche Backsteingotik mit imposanten Kirchenensembles prägen das Stadtbild. Die Spezialität in Salzwedel ist der seit 150 Jahren über offener Flamme gebackene Baumkuchen.
Schon von weitem ist der 86m hohe und etwas schiefe Marienkirchturm zu sehen. Beim Bummel durch die engen Gassen der von kleinen Flussläufen durchzogenen Altstadt gewinnt man einen ersten Eindruck von dieser viel Abwechslung bietenden Stadt.
Direkt neben der Altstadt wurde eine zweite Stadt, seit 1247 Neustadt, gegründet. Die Bewohner dieser Doppelstadt waren Jahrhunderte lang zerstritten. Deshalb wurde die Stadtmauer nicht nur als Schutz vor fremden Übergriffen, sondern auch zur Abgrenzung zwischen den Städten angelegt. Der Jeetzehafen mit dem Hansehof aus dem 15. Jahrhundert zeugt noch von der Zugehörigkeit Salzwedels zur Hanse. Nach dem großen Brand von 1705 wurden im Jahre 1713 die beiden Städte endlich vereint.
Sehenswert ist der Burggarten mit Resten der alten Burg (Burgkapelle St. Anna, Burgturm und Burgwall), Bürgerhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die ehemalige Propstei (Danneil-Museum), ein Ritterhaus mit Balken- und Portalschnitzereien, das Terrakottenhaus, die Neustädter Lateinschule, acht Kilometer noch erhaltene Stadtmauer mit Steintor und Neuperver Tor, die älteste Kirche Salzwedels - die romanische Lorenzkirche, die jahrelang als Salzlager diente -, die Kirchen St. Marien und St. Katharinen, die Mönchskirche (Konzert- und Ausstellungshalle) und das Geburtshaus von Jenny von Westphalen, Ehefrau von Karl Marx, jetzt Museum.


 

 

Im nordwestlichen Teil des Altmarkkreises Salzwedel liegt die gleichnamige Stadt Salzwedel, deren frühste Entstehungsgeschichte sich bis zum heutigem Tag zum Teil ins Dunkel einer kaum dokumentierten Vergangenheit hüllt und Raum für Spekulationen und abweichenden Theorien bietet. Als gesichert kann lediglich gelten, dass diese Entstehungsgeschichte der heutigen Stadt Salzwedel untrennbar mit einer Burganlage, sowie mit der einstigen Salzstraße in Zusammenhang steht. Hier zu sollte der Leser wissen, Salz war in der damaligen Zeit ein bedeutendes Handelsgut und bildete einen nicht zu unterschützenden Wirtschaftsfaktor. Die alten Handelsrouten, auf denen das Salz vorrangig transportiert wurde, werden deshalb auch als Salzstraßen bezeichnet.

Eine dieser Salzstraßen führte in der Gegend des Ortes Salzwedel über eine seichte Stelle im Flüsschen Jeetze. Von dieser Furt und der einstigen Salzstraße erhielt die Stadt Salzwedel ihren heutigen Namen, denn Wedel war einst ein geläufiger Ausdruck für Furt. Nur in etwas anderer Schreibweise sei angemerkt, so ist wohl in alten Chroniken der einstige Name Soltwidele geläufiger, ändert jedoch nichts an der Bedeutung des Namens. Gut möglich, dass so eine Furt in alten Zeiten auch für Wegelagerer ein beliebter Ort war, um reisende Kaufleute auszuplündern und deshalb eine wehrhafte Befestigungsanlage errichtet wurde. Zu jener ein beliebter Ort war, um reisende Kaufleute auszuplündern und deshalb eine wehrhafte Befestigungsanlage errichtet wurde. Zu jener Zeit im 8. Jahrhundert lebten die slawischen Wenden und germanischen Sachsen noch nicht friedlich nebeneinander, sondern lieferten sich oftmals blutige Auseinandersetzungen. Nicht gänzlich auszuschließen ist, dass die erste Befestigungsanlage von den Wenden errichtet wurde. Doch ebenso ist es möglich, dass die Sachsen eine Burg zum Schutz der Salzstraße vor gelegentliche übergriffe slawische Stämme errichteten.

Letztendlich nicht nur um reisende Kaufleute vor vermeintliche Überfälle der Wenden zu schützen, sondern auch um in späteren Jahren Wegezölle und Schutzzölle zu erheben. Wie bereits unter "Geschichte der Altmark" erwähnt, stiftete Karl der Grosse nach Niederschlagung der Sachsen mehrere Bistümer Die Gegend um Salzwedel fiel im Zuge dessen an das Bistum Verden. In diesem Zusammenhang betrachtet, kann der Leser davon ausgehen, dass die Burganlage von Salzwedel eine nicht unerhebliche strategische Bedeutung in jener Zeit besaß. Burgherren und Burgbewohner müssen verköstigt und versorgt werden. Dies führte dazu, dass sich im Bereich der Burg mit den Jahren immer mehr Handwerker und Händler niederließen. Auch die bereits erwähnte Salzstraße, die von Lüneburg über Salzwedel nach Magdeburg führte, dürfte die Ansiedlung von Händlern begünstig haben. Welche Bedeutung diese frühere Burganlage für die spätere Entwicklung der Stadt Salzwedel hatte, davon künden noch heutige Namen.

Ein Beispiel für diese Namen ist die Burgstraße, in der auch in der Gegenwart viele Händler, Handwerker und Gastwirtschaften zu finden sind.

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