HANSESTADT SALZWEDEL |
Die Zeit Salzwedels in der Hanse
Seit dem 1. April 2008, darf sich Salzwedel, wieder Hansestadt nennen und dies kommt nicht von ungefähr. Etwas über die Zeit Salzwedels in der Hanse haben wir auf der Homepage der Stadt gefunden.
28.05.1233
Salzwedel wird in einer Urkunde für die Gewandschneidergilde (Vereinigung der Tuchhändler)
erstmals als „civitas“ (Stadt im vollen Rechtssinn) bezeichnet. Der Tuchhandel ist im Mittelalter einer der
bedeutendsten Handelsbereiche beider Städte Salzwedel. Als weitere Waren, mit denen Salzwedeler Kaufleute handelten,
nennt Pohlmann: Honig, Wachs, Bier, Wolle, Butter, Holz, Häute, Waid, Kupfer, Zinn, Blei, Stahl, Eisen, Wein und Getreide.
02.01.1248
Herzog Albrecht von Sachsen-Lauenburg, Engern und Westfalen legt die Zollab- gaben für den Handel auf den Straßen zwischen
Salzwedel und Hamburg sowie Lübeck und Salzwedel fest. Nach der Arbeit von Bruns und Weczerka über „Hansische Handelsstraßen“
berührten 3 wichtige Handelsstraßen Salzwedel:
die Straße Lüneburg-Salzwedel-Gardelegen-Magdeburg, die Straße Lüneburg-Salzwedel-Stendal und die Straße Braunschweig-Salzwedel.
17.06.1263
Der Rat der Stadt Lübeck teilt seinem Ältermann auf Gotland mit, dass er die Bürger von Salzwedel in die Genossenschaft
in der Stadt Visby aufgenommen hat. Dieses Datum gilt als Zeitpunkt für die Aufnahme Salzwedels in die Hanse. Der Übergang
von der „Kaufleutehanse“ (Gemeinschaften der Kaufleute) zur „Städtehanse“ vollzog sich in einem längeren Prozess, so dass
man die eigentliche und endgültige Herausbildung der Hanse meist ins 14. Jahrhundert verlegt. Ein Grund für die Begünstigung
Salzwedels durch Lübeck wird in den Verdiensten Alexanders von Salzwedel gesehen. Er hatte sich in Lübeck als Ratsherr und
Befehlshaber in verschiedenen Kämpfen großes Ansehen erworben.
1283
Unter Berufung auf das Lenz’sche Urkundenwerk erwähnt Pohlmann, daß in diesem Jahr die Stadt Hamburg die Bürger von
Salzwedel als „Mitbürger“ in Schutz nahm.
1358
Salzwedel nimmt an der Beratung von Maßnahmen der Hanse gegen die Holländer teil.
1370
Salzwedel beteiligte sich an den bis 1370 andauernden Auseinandersetzungen der Hanse mit Dänemark.
1392
Die Herzöge Bernhard und Heinrich von Lüneburg versprechen, dafür zu sorgen, daß die Jeetze schiffbar bleibt.
Neben den schon zuvor genannten Landverbindungen hatte wohl auch der Verkehr mit Flußschiffen für den Salzwedeler
Handel eine gewisse Bedeutung.
1418
Salzwedel ist in diesem Jahr auf einer allgemeinen Versammlung der Hansestädte in Lübeck (Beratung einer „Tohopesate“)
vertreten.
1434
Die Hanse versucht, in einem Streit zwischen Bürgermeistern und Ratsherren in Salzwedel zu vermitteln.
1435
Salzwedel nimmt an den Hanse-Beratungen vor dem Wordingborger Frieden teil.
1474
Salzwedel richtet eine regionale Tagfahrt (einen Hansetag, aber nicht für
die Gesamthanse, sondern für die Hansestädte eines kleineren Gebietes) aus.
1474
Pohlmann erwähnt noch in diesem Jahr lebhaften Handelsverkehr Salzwedels mit
den nordischen Staaten.
1488
Mit der Niederschlagung des Bierziese-Aufstandes durch Markgraf Johann von
Brandenburg verliert Salzwedel einen großen Teil seiner früheren Rechte. So
wird in der Urkunde vom 28. April 1488, die den Vergleich zwischen Stadt und
Markgraf beinhaltet, eine starke Einschränkung der Gesetzgebungsbefugnisse
und des Bündnisrechts beider Städte Salzwedel festgelegt.
08.05.1504
Der Rat der Stadt Hamburg unterrichtet Salzwedel über Klagen aus England
wegen zu geringer Länge und zu schlechter Qualität der aus Salzwedel
bezogenen Leinwand.
1518
Salzwedel verliert die Mitgliedschaft in der Hanse, die genaueren Umstände
sind aber unklar. Gründe könnten Bestrebungen des Landesherrn, eine
schwindende Bedeutung Salzwedels als Handelszentrum (besonders im
Tuchhandel) und geringe Beteiligung an hansischen Aktivitäten gewesen sein.
1554/55
Bitten Salzwedels um Wiederaufnahme in die Hanse werden abgelehnt.
Quelle: salzwedel.de
© 2008-2009 - Hansestadt-Salzwedel.com