HANSESTADT SALZWEDEL |
Die Warte,
ist wahrscheinlich einst zur Verteidigung der Stadt errichtet
worden. Als Vorposten oder äußerer Verteidigungsposten. Früher waren Warten
meistens Türme, weit vor einer Stadt oder Festung, so angelegt waren, das Feinde
schon frühzeitig bemerkt werden konnten. Mit ihrer Hilfe wurden die
Vorwarnzeiten etwas verlängert. Man hatte somit mehr Zeit, um sich auf
ankommende Feinde vorzubereiten.
Die Salzwedeler Warte, wie Pohlmann etwa um 1800 schrieb, war ein 1769 neu errichtetes Gebäude vor dem neuen Tor, Welches seinen Namen von dem ehemals hier stehenden und
zum Teil dem neuen Gebäude einverleibten Warteturm hatte. Das Haus gehörte der Ackergilde aus der Altstadt. In diese Gilde konnten nur solche
Bürger eintreten, welche wenigstens zwölf Scheffel Aussaat Land vor dem neuen Tor besitzen. Diese Gilde verpachtete das gemeinschaftliche
Haus, und der Pächter ernährte sich meist, außer der kleinen Ökonomie, meistens von dem, was der Besuch der lustwandelnden Bürger und der
vorüberreisenden Landleute ihm einbringt. Bälle und Picknicks wurden zuweilen hier veranstaltet, wozu der geräumige Saal nebst einem Vorzimmer
Bequemlichkeit genug anboten. In der Nähe liegt die Zietenitzer Nachtweide, an deren Bäumen schon mancher in der Schäferstunde der Begeisterung seinen Namen eingegraben hat.
Quelle: Pohlmann

Neues-Tor, es stand einst in der Neutorstrasse Abbruch 1867
© 2008-2009 - Hansestadt-Salzwedel.com