HANSESTADT SALZWEDEL |
Sechs Mordbrenner in Salzwedel werden mit dem Tode bestraft.
Am 26. August 1595 erhob sich eine Feuersbrunst in der Altstadt, welche an Asmus Märtens Haus ihren Anfang nahm, und dann an die achtzig Häuser in die Asche legte. Man entdeckte bald, daß das Feuer vorsätzlich angelegt war. Die Urheber waren Hans Vicke nebst seinen Söhnen Palm und Hans Vicke (Junior), seiner Tochter Anna Vicken, des Weiteren Henning von Henningen und Andreas Ahlemann. Man brachte sie zur Bewahrung in die Scharfrichterei, diese befand sich damals in der Altstadt, in einem Haus zwischen der Marienkirche und dem Bockhornschen Tor. Als der Scharfrichter zufällig in Apenburg zu tun hatte, nahmen die Verhafteten die Gelegenheit wahr und flohen am 8. Dezember Abends um halb sechs Uhr über die nahegelegene Stadtmauer, nachdem sie vorher drei Frauen in der Scharfrichterei getötet hatten. Man ertappte sie indessen schon am 18. Januar des folgenden Jahres wieder, und am 27. Februar 1596 wurde die Todesstrafe an ihnen vollzogen. Hans Vicke wurde nebst seinen beiden Söhnen mit glühenden Zangen zu Tode gezwickt, die Tochter Anna auf dem Scheiterhaufen verbrannt und Andreas Ahlemann enthauptet.
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